Podiumsdiskussion: „Wozu Philosophie: Berufliche Perspektiven nach dem Studium“ wird verschoben!

Liebe Freunde und Mitglieder der FGPh,

die für Freitag (17.02.2017) geplante Podiumsdiskussion und Ausstellungeröffnung  zum Thema „Wozu Philosophie: Berufliche Perspektiven nach dem Studium“ muss aus terminlichen Gründen leider verschoben werden. Sie wird nunmehr Ende des kommenden Sommersemesters voraussichtlich am 28.07.2017 stattfinden.

Mit besten Grüßen
Ihr Präsidium der FGPh

Vortrag von Prof. Dr. Gabriele de Anna, Mi 08.02.17, 18 c.t. Uhr, U2/00.25

Liebe Freunde und Mitglieder der FGPh,

am kommenden Mittwoch findet der letzte Vortrag in unserer diessemestrigen Ringvorlesung „Was und Wozu Philosophie?“ statt. Zum Abschluss wird Gabriele de Anna über das Verhältnis von „Philosophie und Naturwissenschaften“ sprechen.

Wie unterscheiden sich Philosophie und Naturwissenschaften? Eine Antwort auf die Frage fällt nicht leicht: beide versuchen Realität zu erkennen und wollen (die Möglichkeit von) Erfahrungen erklären. Aus positivistischer Sicht, die heute noch so vertreten wird, benutzen die Naturwissenschaften jedoch die bessere Methode, weshalb die Philosophie nicht nur altmodisch erscheint, sondern auch als unglaubwürdig angesehen wird. Betrachtet man das methodische Vorgehen der Naturwissenschaften jedoch genauer, wird deutlich, dass mit ihm nicht alle Erfahrungen erklärt werden können. Hier kommt die Philosophie ins Spiel: Philosophie und Naturwissenschaften können deshalb zusammen arbeiten, weil die Philosophie erklären muss, wie die Ergebnisse der Naturwissenschaften zusammen mit anderen Aspekten einen ganzheitlichen Blick auf Erfahrung ermöglichen.

Wir würden uns freuen, Sie wieder zahlreich begrüßen zu können.

Mit besten Grüßen
Ihr Präsidium der FGPh

Vortrag von Prof. Dr. Christian Schäfer am Mi 25.01.2017 um 18 Uhr c.t. im Raum U2/00.25

Liebe Freunde und Mitglieder der FGPh,

am kommenden Mittwoch wird Christian Schäfer im Rahmen unserer Ringvorlesung „Was und Wozu Philosophie?“ über tote alte Griechen sprechen.

Wer ein fremdes Land erobern will und dafür als Umsetzungsmittel die Wahl hat zwischen einer modernen Armee und einer antiken griechischen, tut gut daran, die moderne zu wählen. Wer ernsthaft krank ist und die Wahl hat zwischen einem modernen Arzt und einem antiken Arzt, ist gut beraten, den modernen Arzt zu wählen. Wer zum Mond fliegen will und die Wahl hat, dafür die antike Technik zu nutzen oder die moderne, ist gut beraten, die moderne Technik zu wählen. Wer die Welt rational erklären will und die Wahl hat zwischen der antiken Philosophie und der modernen, tut gut daran, die antike zu wählen. Aber warum ist das eigentlich so? Und sollten wir denn nicht besser in großspuriger Redlichkeit behaupten: Der tut gut daran, die Wahrheit zu wählen? Was haben ein paar griechische Freaks, die schon so lange tot sind, was alle anderen nicht haben? Oder ist das Problem eher: Hat irgendjemand anderes etwas, das sie nicht haben? Die Antwort auf diese Fragen zeigt, was es mit der Philosophie so auf sich hat.

Wir würden uns freuen, Sie wieder zahlreich zu diesem interessanten und sicherlich witzigen Vortrag begrüßen zu können.

Herzlich Ihr Präsidium der FGPh

Vortrag von Dr. Matthias Scheerbaum, Mi 11.01.2017, 18 c.t., U2/00.25

Liebe Freunde und Mitglieder der FGPh,

am kommenden Mittwoch wird Matthias Scherbaum unsere Ringvorlesung „Was und Wozu Philosophie“ im neuen Jahr fortsetzen. Diesmal geht es um das Thema „Philosophie als Lebenspraxis“.

Die philosophische Lebenspraxis unterscheidet sich von allen anderen Lebensvollzügen dadurch, dass sie sich in jeder Hinsicht unter den Anspruch von Wahrheit stellt. Dies bestimmt nicht nur die wissenschaftliche Arbeitsweise des Philosophen, sondern auch seine alltägliche Haltung in den verschiedenen Lebenssituation. Angesichts der Herausforderungen des zeitgenössischen Nihilismus versucht der Vortrag zu illustrieren, wie eine philosophische Lebenspraxis in concreto aussehen kann.

Wir würden uns freuen, Sie wieder zahlreich zu diesem spannenden Vortrag begrüßen zu können.

Mit besten Grüßen
Ihr Präsidium der FGPh

Weihnachtsfeier

Liebe Freunde und Mitglieder der FGPh,

am kommenden Mittwoch lädt die FGPh im Anschluss an den Vortrag von Dominik Klein im Rahmen der Ringvorlesung „Was und Wozu Philosophie?“ zur Weihnachtsfeier in der Galerie am Stephansberg ein.

Mit Glühwein und Gebäck, bei guter Laune und hoffentlich unterhaltsamen (philosophischen) Gesprächen wollen wir uns in Weihnachtsstimmung bringen. Wir hoffen Sie auch hierzu zahlreich begrüßen zu können.

Mit besten Grüßen
Ihr Präsidium der FGPh

Vortrag von Dr. Dominik Klein: Philosophie mit Computern – geht das? Mi 18 Uhr c.t., U2/00.25

Liebe Freunde und Mitglieder der FGPh,

am kommenden Mittwoch wird Dominik Klein den nächsten interessanten Vortrag „Philosophie mit Computern – geht das?“ im Rahmen unserer Ringvorlesung „Was und Wozu Philosophie?“ halten.

Computersimulationen sind in der heutigen Wissenschaft allgegenwärtig. Naturwissenschaftler setzen Simulationen ein, um den Klimawandel zu verstehen oder Erdbeben zu antizipieren. Sozialwissenschaftler nutzen  Computer, um die Wirtschaftsentwicklung zu prognostizieren oder Wahlergebnisse vorherzusagen. Selbst Historiker setzen auf Computer,
etwa wenn es darum geht, Details der Völkerwanderung zu verstehen. Aber in der Philosophie? Die Philosophie beschäftigt sich doch mit Fragen des Idealen oder Normativen – wie könnten Computersimulationen dabei helfen?
Der Referent wird mit seinem Vortrag zeigen, wo Simulationen in aktuellen philosophischen Debatten eingesetzt werden, und welche Erkenntnisse man sich daraus erhofft. Die Diskussion wird uns unter anderem in die Nähe hochaktueller Themen, wie Filterblasen im politischen Diskurs führen.

Wir würden uns freuen, Sie wiederum zahlreich begrüßen zu können.

Mit besten Grüßen
Ihr Präsidium der FGPh

Vortrag von Prof. Christian Illies am Mittwoch um 18 c.t., U2/00.25

Liebe Freunde und Mitglieder der FGPh,

am kommenden Mittwoch erwartet Sie der spannende Vortrag von Christian Illies „Hinter der Bühne: Philosophische Analysen politischer Entwicklung“ in unserer Ringvorlesung „Was und wozu Philospie?“.

Die Reporter von Gala versprechen einen Blick auf die Sterne und Sternchen hinter der Show-Bühne der Wirklichkeit und der investigative Journalismus ist dafür berüchtigt, aus den eher unerfreulichen Hinterzimmern der Politik pikante Skandale ans Licht zu zerren. Historiker sind eine Kombination von beiden, nur kommen sie in der Regel zu spät, wenn sie berichten, was in den dunklen Rumpelkammern der Geschichte einstmals gefunden werden hätte können. Die politische Theorie ist da schon aktueller und will mit ihren methodischen Scheinwerfern die Strippenzieher auf der gegenwärtigen politischen Bühne ausleuchten.
Wofür braucht es da noch die Philosophie? Natürlich, Sie kann der Politik Flausen ins Ohr setzen, und ihr sagen, wie sie die Welt zu verändern hat. Das kann gewaltig schief gehen, wie wir seit Marx wissen – aber auch sehr wichtig sein, wie uns die Menschenrechtsdiskussion oder Debatten über Gerechtigkeit zeigen. Die Philosophie kann durchaus klären, was sein soll. Aber kann sie uns auch helfen, zu verstehen, was ist? Kann man mit ihr hinter die Bühne des offensichtlich Erscheinenden treten, um besser zu verstehen, was auf dieser Bühne gespielt wird? Welche Erkenntnisse könnten das sein – und welche Relevanz hätten sie, wenn überhaupt, für den Theatersaal der Weltpolitik?
Glücklicherweise ist es eine uralte Frage der Philosophie, wofür es sie überhaupt gibt. Deswegen darf sie sich auch ganz ungeniert dieser besonderen annehmen: Wozu könnte ein philosophisches Nachdenken über die Hintergründe der Politik dienen?

Wir würden uns freuen, Sie wieder zahlreich begrüßen zu können.

Mit besten Grüßen
Ihr Präsidium der FGPh

Vortrag von Prof. Thomas Wabel am Mittwoch um 18 Uhr c.t. in der U2/00.25

Liebe Freunde und Mitglieder der FGPh,

am kommenden Mittwoch wird Prof. Wabel, Inhaber des Lehrstuhls für
Evangelische Theologie mit Schwerpunkt Systematische Theologie und
theologische Gegenwartsfragen, den nächsten Vortrag in unserer
Ringvorlesung „Was und Wozu Philosophie“ halten. Diesmal geht es um das
Verhältnis von Theologie und Philosophie, um die alte und doch aktuelle
Frage „Lässt sich Gott denken? Das Was und Wozu philosophischer Theologie“.

Am Versuch, Gott zu denken, zeigen sich Möglichkeiten und Grenzen
menschlichen Denkens. Ist es nicht ein Widerspruch, Gott, der doch alle
menschlichen Vorstellung übersteigt, denken zu wollen? Was geschieht mit
dem Menschen, wenn er Gott denkt? Und was geschieht umgekehrt mit Gott,
wenn ihn der Mensch zu denken versucht? – Wie diese drei Fragen
miteinander zusammenhängen, wird der Vortrag erkunden. Dabei wird sich
zeigen, dass die vermeintlich abstrakten Höhen des Gottesgedankens den
Menschen auf sehr elementare Weise zu dem zurückführt, was
Philosophieren ausmacht: sich selbst und sein Leben auf andere Weise
verstehen zu lernen.

Wir würden uns freuen, Sie wieder zahlreich diesem spannenden Vortrag
begrüßen zu können.

Mit besten Grüßen
Ihr Präsidium der FGPh

Vortrag von Prof. Dietrich Dörner am Mittwoch (09.11.16) um 18 Uhr c.t. in der U2/00.25

Liebe Freunde und Mitglieder der FGPh,

am kommenden Mittwoch geht unsere Rinvorlesung in die zweite Runde und wir freuen uns sehr Sie zu dem Vortrag von Prof. Dietrich Dörner „Warum hat man – um Gotteswillen! – bei der Gründung der modernen Psychologie bloß nicht auf Aristoteles zurückgegriffen?“

Herr Dörner, ehemaliger Direktor des Instituts für Theoretische Psychologie und numehr Emeritus of Excellence am Trac, beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Verhältnis von Psychologie und Philosophie. Ausgangspunkt für seine Überlegungen im Vortrag ist seine Diagnose, dass die Psychologie seit ihrer Gründung als moderne empirische Wissenschaft mit der Einführung des Behaviorismus von einer Krise zur nächsten übergeht. Zwar versucht sie diese immer wieder in den Griff zu bekommen – die Einführung der Statistik, das Ausweichen auf Neuropsychologie sind zwei Beispiele dafür -, aber die Erfolgsaussichten sind fraglich. Im Herbst 2015 publizierte der Psychologe Nosek das Ergebnis einer großen Replikationsstudie. Man hatte zahlreiche psychologische Untersuchungen des Jahres 2008 wiederholt und fand heraus, dass nur um die 30 % der Ergebnisse replizierbar waren; 65-70 % der Ergebnisse waren ganz anders als im Jahre 2008. Das kommt einer wissenschaftlilchen Katastrophe gleich. Seitdem befindet sich die Psychologie wieder in einer Krise. „Was ist da schief glaufen?“ – so fragt Dietich Dörner und gibt gleich die Antwort: die Psychologie hat durch die behavioristische Revolution ihren Gegenstand verloren – die Seele – und Aristoteles nicht berücksichtigt. Der Gegenstand wurde ersetzt durch die Vorschrift:  sammle die Reiz-Reaktions-Gesetzmäßigkeiten  und wenn du genügend lange sammelst, dann kannst du menschliches Verhalten voraussagen. Aristoteles sagt dagegen in seiner Schrift ‚Über die Seele‘, dass die Seele ein Steuerungsprinzip für den Körper ist, der dadurch lebendig wird. Dieses Steuerungsprinzip Seele aber wird man kaum dadurch erkunden können, dass man die Reiz-Reaktions-Gesetzmäßigkeiten sammelt, denn es besagt auf jeden Fall, dass die Reiz-Reaktions-Zusammenhänge sich je nach den Bedingungen ändern.

Wir würden uns freuen, Sie wiederum zahlreich zu diesem spannenden Vortrag begrüßen zu können.

Mit besten Grüßen
Ihr Präsidium der FGPh

Vortrag von Dr. Martin Düchs am 26.10.16 um 18 Uhr c.t. im Raum U2/00.25

Vortrag von Dr. Martin Düchs am 26.10.16 um 18 Uhr c.t. im Raum U2/00.25

Liebe Freunde und Mitglieder der FGPh,

herzlich laden wir sie zum ersten Vortrag in unserer Ringvorlesung „Was und wozu Philosophie?“ ein. Am kommenden Mittwoch um 18 Uhr wird Dr. Martin Düchs zum Thema „Gedankengebäude“ referieren.

Martin Düchs ist Architekt und Philosoph und arbeitet derzeit an einer „Philosophischen Anthropologie der Architektur“. Seit Jahren untersucht er das selten betrachtete, aber spannende Verhältnis von Philosophie und Architektur und versucht dabei, Architekturtheorie  und -praxis mit philosophisch-anthropologisch-ästhetischen Überlegungen zu verbinden. Im Vortrag „Gedankengebäude“ soll eine spezielle Antwort auf die Frage „Was heißt und zu welchem Ende studiert man Philosophie?“, die die FGPh den ReferentInnen der Vorlesungsreihe aufgegeben hat, gegeben werden. Es soll berichtet werden „Vom Nutzen und Nachteil der Philosophie für das Errichten von Häusern und dergleichen“. Dazu werden drei Gedankengebäude errichtet. Zunächst ist ein allgemeiner Begriff von Philosophie zu entwickeln; dann die Berührungspunkte von Architektur und Philosophie zu benennen, um abschließend zu zeigen, warum die Praxis der Architektur auf die Philosophie angewiesen ist. Oder mit Wittgenstein: „Die Arbeit an der Philosophie ist – wie vielfach die Arbeit in der Architektur – eigentlich mehr die Arbeit an Einem selbst. An der eignen Auffassung. Daran, wie man die Dinge sieht. (Und was man von ihnen verlangt.)“.

Wir würden uns freuen, Sie zahlreich begrüßen zu können.

Herzlich Ihr Präsidium der FGPh