Stadtführung „Philosophie und Romantik um 1800. Ein Rundgang durch Bamberg.“

Liebe Freunde und Mitglieder der FGPh,

herzlich laden wir Sie zur Stadtführung "Philosophie und Romantik um 1800. Ein Rundgang durch Bamberg" von Dr. Matthias Scherbaum am 24.06.2016 ein.

Wo hatte Wilhelm Heinrich Wackenroder die ersten Eingebungen für seine später gemeinsam mit Ludwig Tieck veröffentlichten Herzensergießungen eines kunstliebenden Klosterbruders (1796), die einen der Anfangspunkte der deutschen Frühromantik darstellen? Wo vollendete Georg Wilhelm Friedrich Hegel sein nicht zuletzt die Kunsttheorie der Romantik einschließendes epochales Werk Phänomenologie des Geistes? Wo begegneten dem Spätromantiker E.T.A. Hoffmann Cervantes’ sprechender Hund Berganza und das dämonische Apfelweib? Die Antwort auf alle diese Fragen kann selbstverständlich nur lauten: Bamberg! Dr. Matthias Scherbaum wird sich mit uns auf die Spuren dieser philosphisch und literarisch bedeutsamen Zeit Bambergs begeben und sie an ausgewählten Orten in Geschichten und Anekdoten wieder aufleben lassen.

Treffpunkt: An der Universität 2, Innenhof, 16:00 s.t.

Die Teilnahme ist wie gewohnt kostenlos.
Für die bessere Organisation wird um Anmeldung unter praesidium@fgph.de gebeten.

Wir würden uns freuen Sie zahlreich begrüßen zu dürfen.

Herzlich Ihr Präsidium der FGPh

Ankündigung Vortrag „Das Anthropozän – eine philosophische Herausforderung?“

Liebe Freunde und Mitglieder der FGPh,

herzlich laden wir Sie zum Vortrag von Dr. Berhard Malkmus ein, der kommenden Donnerstag am 02. Juni 2016 um 20 Uhr im Raum U2/01.33 (An der Universität 2) stattfindet. Das Thema des Vortrags lautet:

Das Anthropozän – eine philosophische Herausforderung?
Die Gelehrten der ehrwürdigen Geological Society of London streiten darüber, ob wir seit 250 Jahren in einer neuen erdgeschichtlichen Epoche leben—dem Anthropozän. Bis 2017 will die Geological Society ihre Ergebnisse der Öffentlichkeit vorstellen und alles, was bislang nach außen drang, weist darauf hin, dass die geologischen und andere Geschichtsbücher bald umgeschrieben werden müssen. Das Anthropozän würde dann das Holozän ablösen, die Epoche in der wir uns bislang wähnten. Seit gut 250 Jahren hinterlässt der Mensch Spuren in Eisbohrkernen der Antarktis. Im gleichen Zeitraum hat er—gleich einer geologischen Kraft wie Tektonik und Vulkanismus—die Oberfläche der Erde physisch und chemisch umgestaltet. Das vom Menschen in Gang gesetzte sechste Massensterben von Tier- und Pflanzenarten geht dramatisch schneller vonstatten als die fünf vorangehenden und wird aller Voraussicht nach wesentlich gravierender sein. Der Mensch hat sich in kürzester Zeit durch die Agrarrevolution des Neolithikums und die technischen Revolutionen der Moderne zu einem geologischen Aktanten gemausert, der sich nun plötzlich damit konfrontiert sieht, für eine globale ökologische Krise verantwortlich zu sein. Dieser Vortrag denkt darüber nach, was es heißt, den Menschen nicht mehr nur als biologische Spezies und als zoon politikon, sondern eben auch als geologischen Aktanten zu begreifen. Besonderes Augenmerk wird darauf gerichtet, in welcher Weise das Anthropozän eine radikale Epochenzäsur für die philosophische Selbstverortung des Menschen in Geschichte und Natur bedeutet.

Wir würden uns sehr freuen, Sie zahlreich zu diesem Vortrag begrüßen zu dürfen.
Herzlich Ihr Präsidium der FGPh

Ankündigung Podiumsdiskussion „Zukunft und Gegenwart des Islam“ im Rahmen der Fränkischen Gesellschaft für Philosophie e.V.

Seit Christian Wulffs These, dass der Islam zu Deutschland gehöre, seit dem arabischen Frühling, aber auch seit dem Aufkommen des IS stellt sich die Frage danach, wohin sich der Islam bewegt – international, aber auch in Deutschland. Insbesondere die Flüchtlingskrise hat alle oben genannten Sachverhalte plötzlich innerhalb des bundesrepublikanischen Rahmens zusammengebracht und zu teilweise hitzig und polemisch geführten Diskussionen von Frage geführt wie: Ist der islamische Glauben in ein demokratisches, politisch säkulares Deutschland integrierbar? Wie kann ein friedliches Zusammenleben zwischen Muslimen und Christen funktionieren? Wie steht der islamische Glaube zu westeuropäischen Wertevorstellungen? Müssen wir uns vor Überfremdung oder gar einer schleichenden ‚Islamisierung‘ fürchten, wie einige gegenwärtige populistische Gruppierungen propagieren?

Im Rahmen einer von der FGPh organisierten Podiumsdiskussion möchten die Islamwissenschaftler Prof. em. Tilman Nagel (Universität Göttingen), Prof. Dr. Reza Hajatpour (Universität Erlangen), Prof. Dr. Patrick Franke (Universität Bamberg) und der Philosoph Prof. Dr. Christian Illies (Universität Bamberg) diese und verwandte Fragen diskutieren, um grundsätzlich zu klären, wie wir ‚den‘ Islam bzw. die verschiedenen Ausbildungen islamischen Glaubens heute verstehen müssen, wo Stereotypen und irrationale Ängste unser Denken beherrschen und wie ein gemeinsames Miteinander verschiedener Religionskulturen funktionieren kann.

Ort: U2/00.25 (An der Universität 2). Termin: Mittwoch, 04.05.2016, 18:00-20:00.