Vortrag von Barbara Kehler am Mittwoch um 18.00 Uhr, U2/00.25

Liebe Freunde und Mitglieder der FGPh,
am kommenden Mittwoch um 18.00 Uhr c.t. wird Barbara Kehler (Reutlingen) mit einem Vortrag zum Thema „Literarischer Doppelagent: Ideologiekritisches Denken in Ian McEwans Sweet Tooth“ unsere Ringvorlesung „Philosophie und Literatur“ fortführen.
Mit diesem Vortrag schreiten wir von der Neuzeit in die Postmoderne fort, und vielleicht auch schon in die Post-Postmoderne mit einem Vortrag über einen zeitgenössischen Autor, Ian McEwan. Unter Themen wie der historiographischen Metafiktion, der Kritik an zeitgenössischen Entwicklungen, Metafiktion und Selbstreflexivität findet sich die Geschichtlichkeit immer wieder in seinen Romanen, oft in Form des kulturellen Gedächtnisses, aber auch in der Frage nach der Identität, ein Thema, das sich auch durch die vorausgegangenen Vorträge gezogen hat.
Wohingegen der Idealismus sich noch um ein Subjekt mit einer transzendentalen Begründung bemüht hat, schlägt der Postmodernismus einen ganz anderen Weg zur Erklärung der Identität ein. Er wirft die Fragen auf: Ist Identität etwas Natürliches? Gibt es Identität überhaupt? Oder konstruieren wir unsere Identität vielleicht sogar aus den Fragmenten der Sprache und der Diskurse, die wir in unserer Kultur finden? Um die Reflexion über die Literatur und das Literarische, und wie dieses unser Denken und unsere Urteile, ja, unsere Identität formt, und wie in unserem Denken eine kritische Haltung gegenüber bestimmten Formen von Ideologie aufgebaut werden kann, soll es also gehen, durch die Lupe des Postmodernismus gesehen in Ian McEwans Sweet Tooth.
Wir würden uns freuen, Sie wieder zahlreich begrüßen zu können.
Mit besten Grüßen
Ihr Präsidium der FGPh

 

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