Ringvorlesung Sommersemester 2019: Zwischen Star Trek und Matrix. (Philosophische) Perspektiven auf Digitalisierung, KI und Transhumanismus

Digitalisierung, Transhumanismus, KI-Forschung sind nur einige der Stichworte, die in wissenschaftlichen und breiten öffentlichen Debatten immer wieder dominieren. Mal wird dabei vor Gefahren gewarnt (bspw. vor Datenmissbrauch, totaler Transparenz und damit möglicher Überwachung) oder gar Ängste geschürt (so prophezeite Stephen Hawkings, dass in ca. 50 Jahren die Menschen Kontrolle und Herrschaft an Roboter abgeben müssten), mal werden die großen Möglichkeiten und Chancen, die die technologischen Erneuerungen bringen, begrüßt, beworben oder gar enthusiastisch gefeiert (bspw. im Bereich der Medizintechnologie, der Arbeitserleichterung, der Demokratisierung der Medien und Märkte bis hin zur Entdeckung neuer und virtueller Welten). Was früher utopisch schien und als Science Fiction und Fantasie abgetan wurde, ist teils schon Realität geworden oder rückt in greifbare Nähe. Auch für die Philosophie ergeben sich damit neue und interessante Aspekte und Themenfelder. Relevant sind nicht allein die ethischen Probleme rund um Datensicherung und -schutz, FakeNews, diskriminierender Programmierung und damit verbundener umfassender Medienkompetenz. Auch aus anthropologischer Sicht sind die Entwicklungen der Computer- und Robotertechnologie interessant. Längst ist der Vergleich des Menschen mit KI ebenso bedeutsam geworden wie der mit Tieren. Wir versuchen, uns selbst besser zu verstehen, und nutzen dieses Wissen, um den Bau von Robotern voranzutreiben. Einerseits schaffen wir uns so unsere eigenen Ebenbilder und machen uns wieder mal zu Göttern. Andererseits nutzen wir die Technik, um unsere Schwächen, unsere Leiden und Krankheiten zu kompensieren, wie insbesondere in der Medizintechnik. Wir verändern uns damit selbst, greifen immer tiefer in unsere Evolution ein und werden zu Cyborgs.
Die Ringvorlesung wird schlaglichtartig einige Aspekte dieses breiten Diskurses beleuchten und der breiten Öffentlichkeit zugänglich machen.

Das aktuelle Programm finden Sie unter http://fgph.de/programm/.