Vortrag von Prof. Dr. Michael Beany: Roaming in Chinese Philosophy: Exploring the Happy Fish Dialogue in the Zhuangzi, am 22.01.20, 18 Uhr c.t., U2/00.25

Liebe Freunde und Mitglieder der FGPh,

am kommenden Mittwoch wird Herr Prof. Michael Beany die Ringvorlesung der FGPh zur Asiatischen Philosophie fortsetzen. Wiederum wird es um die chinesische Philosophie im Zhuangzi gehen: „Roaming in Chinese Philosophy: Exploring the Happy Fish Dialogue in the Zhuangzi“.
The happy fish dialogue in the Zhuangzi is one of the most famous passages in ancient Chinese literature. Although very short, it has generated a multitude of different interpretations, and is often used as a site for making claims about Chinese philosophy or Daoism, in particular. In this talk I shall look at a representative sample of recent (English-language) interpretations, interpretations whch reveal the philosophical views and approaches of their advocates. I shall frame my discussion in the broader context of Zhuangzi’s perspectivism, which I also see as offering a way to defend the value and fruitfulness of comparative philosophy.

Anbei finden Sie dazu auch ein handout.

Wir würden uns freuen, Sie wieder zahlreich begrüßen zu dürfen.

Mit besten Grüßen
Ihr Präsidium der FGPh

 

Happy fish texts

Philosophische Gespräche Bamberg – Die Immaterialität der Rationalität: Aktuelle Perspektiven auf eine antike These, 17. und 18. Januar 2020, Raum im ZIS: FL2/01.01

Die Philosophie des Geistes war im 20. Jahrhundert von naturalistischen Ansätzen dominiert. Jedoch ist sie in den vergangen fünfundzwanzig Jahren in Bewegung geraten. Und die Bewegung ist en gros eine Abkehr von reduktiv-naturalistischen Ansätzen.Dabei lassen sich drei Grundprobleme für die ontologischen und epistemischen Reduktionsprojekte von Naturalistinnen ausmachen: (1) Das Qualia-Problem; (2) die Intentionalität des menschlichen Geistes;(3) die Rationalität des menschlichen Geistes.

In zeitgenössischen Debatten dominiert das Qualia-Problem. Traditionelle Argumente gegen die Naturalisierbarkeit des Geistes stützen sich dagegen gerade auf die Eigenschaften des Geistes, rational zu sein. Angefangen von Platon über Aristoteles, Thomas von Aquin, Descartes, Leibniz, Spinoza, Kant, Hegel bis hin zu Husserl findet sich eine große Tradition, die gerade die menschliche Rationalität als intrinsisch unabhängig von den materiellen und natürlichen Gegebenheiten versteht.

Doch lässt sich an den traditionellen Argumenten über den menschlichen Geist festhalten? Und welches Bild über den menschlichen Geist gewinnen wir über die traditionellen Konzeptionen? Diesen Fragen ist sind die philosophischen Gespräche in Bamberg gewidmet. Ziel ist es, über die Evaluation von historischen Projekten ein Angebot für eine zeitgenössische Philosophie des Geistes zu erarbeiten, die sich jenseits eines einseitigen Naturalismus verortet. Zu diesem Zweck möchten wir mit unseren Gästen Prof. Andreas Schmidt und Prof. Henning Tegtmeyerins Gespräch kommen die uns helfen, ein solches Bild des Geistes zu gewinnen. Beide haben in ihren Publikationen gezeigt, wie lebendig und systematisch relevant die Geschichte der Philosophie ist, und zugleich, wie ein klares, systematisches Denken auch die Klassiker der Philosophiegeschichte aufschließen kann.

 

Voraussetzung für die Teilnahme ist eine kurze Anmeldung unter gustav.melichar@uni-bamberg.de, vor allem aber die gründliche Lektüre der Texte der Vortragenden.

 

Programm Freitag, den 17. Januar 2020

14Uhr Begrüßung und Einführung
14:30–16:30Uhr Paper und KurzvortragProf. Schmidt
16:45–18:45Uhr Paper und Kurzvortrag Melichar
Ab 19:00 Uhr Conference Dinner und gemütliches Beisammensein im Eckhards

 

Programm Samstag, den 18. Januar 2020

9:00 – 11Uhr Paper und Kurzvortrag Prof. Tegtmeyer
11:15 – 13 Uhr Abschlussgespräch mit Diskussionsthesen der TeilnehmerInnen
13:00 Uhr Schlusswort
13:15Uhr Gemeinsames Mittagessen
15 Uhr Stadtführung Bamberg

 

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Vortrag von PD Dr. Zhuofei Wang: Aus-sich-Heraustreten. Eine chinesische Perspektive, am 08.01.20, 18 Uhr c.t., U2/00.25

Liebe Freunde und Mitglieder der FGPh,

am kommenden Mittwoch wird Frau PD Dr. Zhuofei Wang die Ringvorlesung der FGPh zur Asiatischen Philosophie fortsetzen. Dieses Mal geht es um feine Verbindung von kantischer Ästhetik und chinesischer Philosophie: „Aus-sich-Heraustreten. Eine chinesische Persepektive“.
Ausgehend von einer kritischen Auseinandersetzung mit der subjektorientierten kantischen Ästhetik widmet sich der Vortrag der Auswirkung des Dinges auf sinnliche Aktivitäten. Besonders Wert wird auf das Konzept Aus-sich-Heraustreten gelegt. Das Aus-sich-Heraustreten betrifft im Grunde einen Prozess, in dem sich das Ding manifestiert und präsent macht. Dieser Prozess hängt nicht vom subjektiven Einfluss ab, sondern von der Kraft des Dinges selbst. In dem Vortrag möchte Frau Wang darauf hinweisen, dass eine Überlegung des Aus-sich-Heraustretens auch auf die chinesische Philosophie und Ästhetik, die auf dem Konzept des Qi basieren, zurückgreifen kann. Im Mittelpunkt der Betrachtung stehen drei Fragen: 1. Unter welchen Bedingungen ist das Aus-sich-Heraustreten möglich? 2. Wie ist es möglich, das aus-sich-heraustretende Ding wahrzunehmen? 3. Wie trägt das Konzept des Aus-sich-Heraustretens dazu bei, das Bewusstsein für ein Lebensumfeld zu wecken, das aus natürlichen und künstlichen Elementen besteht?
Wir würden uns freuen, Sie wieder zahlreich begrüßen zu dürfen.
Mit besten Grüßen
Ihr Präsidium der FGPh