Weihnachtsfeier der FGPh am 12.12.18 ab 20 Uhr in der Galerie am Stephansberg

Liebe Freunde und Mitglieder der FGPh,

am kommenden Mittwoch lädt die FGPh zur alljährlichen Weihnachtsfeier in die Galerie am Stephansberg ein.
Mit Glühwein und Gebäck, Kartoffelsuppe und Schokoladenkuchen, bei guter Laune und hoffentlich unterhaltsamen (philosophischen) Gesprächen wollen wir uns in Weihnachtsstimmung bringen. Zur Gestaltung des Programms haben wir uns diesmal etwas besonderes ausgdacht: Wir wollen Weihnachten auf die Schippe nehmen. So werden wir u.a. den physikalischen Beweis für die Nichtexistenz des Nikolaus erbringen und eine moderne Variante der Weihnachtsgeschichte erzählen. Jeder, der möchte, kann sich beteiligen und lustige Geschichten, Anektoden und Erzählungen zum Besten geben. Auch musikalische Beiträge sind willkommen.

Wir hoffen Sie auch hierzu zahlreich begrüßen zu können und freuen uns auf Ihre Beiträge.

Mit besten Grüßen
Ihr Präsidium der FGPh

Vortrag von Sebastian Meisel: Die Ästhetik des Untergangs am 28.11.18, um 18 Uhr c.t., U2.00.25

Liebe Freunde und Mitglieder der FGPh,

was fasziniert Menschen an Untergängen? Weshalb finden sich in jeder Kultur Prophezeiungen über das Weltende und den Zusammenbruch von Gemeinschaften? Und schließlich: welchen ästhetischen Wert haben solche fiktionalen Erzählungen? Um diese und andere Fragen soll es am kommenden Mittwoch, den 28.11.2018 um 18 Uhr c.t. in dem Vortrag von Sebastian Meisel zur „Ästhetik des Untergangs – Überlegungen zur Philosophie und Literatur der Moderne“ gehen. Sie sind eingeladen, sich mithilfe verschiedenster philosophischer und literarischer Werke auf eine Reise zu begeben, die die spezifische Schönheit im und durch den Untergang erklären soll. Dieses Thema ist nicht nur der dunklen Jahreszeit gewidmet, sondern wirft auch ein Schlaglicht auf die aktuellen Verwerfungen der westlichen Gesellschaften, in denen Untergangsnarrationen wieder einen großen Stellenwert haben. Das mag düster klingen, ist aber gar nicht, denn immerhin geht es auch um die Ästhetik des Untergangs.

Wir würden uns also freuen, wenn Sie sich von der düsteren Stimmung nicht abhalten lassen und wir Sie auch dieses Mal wieder zahlreich begrüßen können.

Mit besten Grüßen
Ihr Präsidium der FGPh

Vortrag von Katharina Meyer am Mitwoch 14.11.18, 18 Uhr c.t., U2 00.25

Liebe Freunde und Mitglieder der FGPh,

am kommenden Mittwoch wird Katharina Meyer mit einem Vortrags zu „Natüliche Sprachen? Antonio Rubios Auslegung der aristotelischen Sprachphilosophie“ unsere Ringvorlesung zum Thema „Jugend forscht – Einblicke in die philosophische Nachwuchsforschung“ fortführen.

Mit Aristoteles begründete sich eine Sprachphilosophie, in deren Tradition die mittelalterliche Scholastik mit solch großen Namen wie Thomas von Aquin oder Thomas von Erfurt steht. Doch dieser Vortrag wird ein eher weniger beachtetes – und zu Unrecht weniger beachtetes – Kapitel der Spätscholastik aufschlagen: Die Bedeutungslehre in Antonio Rubios „Logica Mexicana“. Bedeuten Worte auf natürliche Weise, oder ist Sprache ein kulturelles Phänomen? Dieser Frage, die aus einer sprachphilosophisch-linguistischen Diskussion des 20. Jahrhunderts zu stammen scheint, widmete sich Rubio schon in den Jahren um 1600. Die Antwort, die Rubio darauf findet, scheint auf den ersten Blick einfach, hat aber komplexe Folgen. Denn Rubio hat keine Scheu, sich auch von dem großen Aristoteles abzugrenzen, um eine Neuinterpretation der aristotelischen Lehre, mehr noch, eine eigene Sprachphilosophie vorzulegen.

Wir würden uns freuen, wenn wir Sie auch dieses Mal wieder zahlreich begrüßen könnten.

Mit besten Grüßen
Ihr Präsidium der FGPh

Vortrag von PD Marko Fuchs am Mittwoch 31.10.18, 18 Uhr c.t., U2 00.25

Liebe Freunde und Mitglieder der FGPh,

wir freuen uns sehr, dass am kommenden Mittwoch PD Marko Fuchs unsere neue Ringvorlesung zum Thema „Jugend forscht – Einblicke in die philosophische Nachwuchsforschung“ für uns eröffnen wird. „Zeichen, Spiegel und spekulative Sätze – über An- und Abwesenheit des Absoluten“ – so lautet der Vortragstitel.

Die Frage nach dem Absoluten und dessen Bezug zum Individuum, insbesondere dem philosophierenden, scheint keine zu sein, die die heutige Philosophie noch in nennensertem Maße angeht. Der Vortrag widerspricht dieser Tendenz, geht der genannten Frage im Durchgang durch vier philosophiegeschichtliche Formen nach und versucht eine Antwort mit dem Verweis auf Gespräch und Schweigen.

Wir hoffen Sie auch diesmal wieder zahlreich begrüßen zu können.
Mit besten Grüßen
Ihr Präsidium der FGPh

Vernissage und Workshop mit Maxim Kantor

Liebe Mitglieder der FGPh,

die Fränkische Gesellschaft für Philosophie möchte als Mitveranstalter zu einer Vernissage und einem Workshop über Maxim Kantor eine herzliche Einladung aussprechen.

Am nächsten Freitag (26.10., 19 Uhr) wird in der Bibliothek TB1 eine Ausstellung mit Werken des russisch-französisch-englisch-deutschen Malers und Schriftstellers Maxim Kantor eröffnet. Zu der Vernissage sind Sie herzlich eingeladen (Eintritt frei).

Es ergeht aber auch Einladung zu dem anschließenden Tag (27.10.) des Philosophierens über die Kunst allgemein und speziell über die von Maxim Kantor, der auch dabei anwesend sein wird (siehe Anhang). Aber hierfür ist eine Anmeldung wegen der begenzten Räumlichkeiten erforderlich.

Es freut sich auf Ihre Teilnahme,
das Präsidium der FGPh

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Ringvorlesung Wintersemester 2018/19: Jugend forscht – Einblicke in die philosophische Nachwuchsforschung

Wenn Sie schon immer wissen wollten, was philosophische Forschung ausmacht und heute noch bedeuten kann und worüber man heutzutage überhaupt noch forscht, dann sollten Sie dieses Semester regelmäßig unsere Ringvorlesung besuchen. Über die kommenden Wochen werden Nachwuchswissenschaftler unserer Universität ihre Promotions- und Habilitationsprojekte oder andere Forschungsanliegen präsentieren und zur Diskussion stellen. Das Spektrum, das wir bieten können, ist recht breit gefächert: Über Untersuchungen zur Philosophie des Absoluten und Studien zur Sprachphilosophie und zur Rolle von Gefühlen in der Ethik bis hin zur Liberalismusforschung und Ästhetik der Kunst oder des Untergangs reicht das Forschungsfeld unseres Nachwuchses.

Das bedeutet zugleich, dass all diejenigen, die sich überlegen, auch in diese Richtung zu gehen, einen Einblick erhalten können, was auf sie zukommen wird.

Das aktuelle Programm finden Sie unter http://fgph.de/programm/.

Vortrag von Prof. Dr. Iris Hermann am Mittwoch, den 11.07.2018 um 18.00 Uhr, U2/00.25

Liebe Freunde und Mitglieder der FGPh,
am Mittwoch um 18.00 Uhr c.t. wird Prof. Dr. Iris Hermann zum Thema „Wittgensteins Überlegungen zu Schmerz und Sprache in den Philosophischen Untersuchungen“ sprechen, und damit unsere Ringvorlesung „Philosophie und Literatur“ beenden.

In seinem Spätwerk hat Wittgenstein u.a. diskutiert, wie zweifelhaft und unsicher, und doch elastisch, flexibel und glückend Kommunikation zwischen Menschen verlaufen kann. Sprache weist einen bestimmten Unsicherheitsfaktor auf, gerade diese Mehrdeutigkeit ist es aber, die Wittgensteins Überlegungen sehr attraktiv erscheinen lässt gerade dort, wo es darum geht, die grundlegenden Möglichkeiten und eben auch Begrenztheiten von Sprache zu erkunden.
Das möchte ich versuchen, Wittgensteins Überlegungen zu Sprache zu erkunden und ich möchte das an einem besonderen Beispiel tun, dem Sprechen über Schmerzen. Zum einen, weil ich es schon einmal mir ziemlich genau angeschaut habe, zum anderen, weil ich denke, dass es gerade dieses Beispiel ist, an dem Ludwig Wittgenstein uns zeigt, was ihm an menschlicher Kommunikation aufgefallen ist.
Im Vordergrund steht dabei die mündliche Kommunikation, dann aber auch das von Wittgenstein so benannte Sprachspiel. Damit meint er eine kulturelle Praktik, eine Übereinkunft konventioneller Art, in welcher Art und Weise Worte Sachverhalte bezeichnen sollen. Ein Sprachspiel umfasst auch nichtsprachliche Äußerungen. Um im Beispiel zu bleiben, zum Sprechen über Schmerz gehört auch das Schmerzbenehmen dazu, das aber kann kulturell unterschiedlich sein. Es geht in erster Linie um Sprache und Interaktion. Dabei geht es um Verstehen, das hat auch eine ethische Dimension: Im Bemühen, einen Menschen zu verstehen, bedeutet das in diesem speziellen Fall, dass sich gefragt wird, ob der andere Mensch Schmerzen hat, ob also Anlass besteht, ihm womöglich zu helfen oder auch ihn zu schonen.

Wir würden uns freuen, Sie wieder zahlreich begrüßen zu können.
Mit besten Grüßen
Ihr Präsidium der FGPh

Vortrag von Barbara Kehler am Mittwoch um 18.00 Uhr, U2/00.25

Liebe Freunde und Mitglieder der FGPh,
am kommenden Mittwoch um 18.00 Uhr c.t. wird Barbara Kehler (Reutlingen) mit einem Vortrag zum Thema „Literarischer Doppelagent: Ideologiekritisches Denken in Ian McEwans Sweet Tooth“ unsere Ringvorlesung „Philosophie und Literatur“ fortführen.
Mit diesem Vortrag schreiten wir von der Neuzeit in die Postmoderne fort, und vielleicht auch schon in die Post-Postmoderne mit einem Vortrag über einen zeitgenössischen Autor, Ian McEwan. Unter Themen wie der historiographischen Metafiktion, der Kritik an zeitgenössischen Entwicklungen, Metafiktion und Selbstreflexivität findet sich die Geschichtlichkeit immer wieder in seinen Romanen, oft in Form des kulturellen Gedächtnisses, aber auch in der Frage nach der Identität, ein Thema, das sich auch durch die vorausgegangenen Vorträge gezogen hat.
Wohingegen der Idealismus sich noch um ein Subjekt mit einer transzendentalen Begründung bemüht hat, schlägt der Postmodernismus einen ganz anderen Weg zur Erklärung der Identität ein. Er wirft die Fragen auf: Ist Identität etwas Natürliches? Gibt es Identität überhaupt? Oder konstruieren wir unsere Identität vielleicht sogar aus den Fragmenten der Sprache und der Diskurse, die wir in unserer Kultur finden? Um die Reflexion über die Literatur und das Literarische, und wie dieses unser Denken und unsere Urteile, ja, unsere Identität formt, und wie in unserem Denken eine kritische Haltung gegenüber bestimmten Formen von Ideologie aufgebaut werden kann, soll es also gehen, durch die Lupe des Postmodernismus gesehen in Ian McEwans Sweet Tooth.
Wir würden uns freuen, Sie wieder zahlreich begrüßen zu können.
Mit besten Grüßen
Ihr Präsidium der FGPh

 

Lesung zu Kierkegaards „Tagebuch des Verführers“ am Mittwoch 13.06.18, um 18 Uhr c.t., U2/00.25

Liebe Freund und Mitglieder der FGPh,

wir laden Sie wieder recht herzlich zu einer weiteren Lesung im Rahmen der Ringvorlesung „Philosophie und Literatur“ ein. Diesmal wird es um Kierkegaards Roman „Tagebuch des Verführers“ gehen, der uns von Dr. Sandra Frey und Tom Heilmann vorgestellt wird.

Der Roman enthält neben den Tagebuchaufzeichnungen eines jungen Mannes namens Johannes, auch drei Briefe von Cordelia, seiner Geliebten. Johannes ist Ästhet, Dandy, Hedonist, der Cordelia mit allen Mitteln der Kunst zu verführen sucht, genauer gesagt, entfacht er in ihr die Liebe und das Begehren nach ihm bis sie sich schließlich verloben. Und dann bringt er sie dazu, dass sie die Verlobung aufhebt, indem er ihr zur Erkenntnisverhilft, dass Liebe erst wirklich Liebe ist, wenn sie sich von allen Fesseln, auch der einer bürgerlichen Eheplanung, befreit. Wie sein Namensvetter Don Juan bzw. Don Giovanni verliert auch Johannes das Interesse an Cordelia in dem Moment, in dem sie sich ihm hingibt. Mit dem Roman schließt Kierkegaard seine Ästhetiktheorie und Erläuterungen um ästhetischen Leben in seinem ersten philosophischen Hauptwerk „Entweder – oder“ ab und auf diesem Hinteregrund werden wir den Roman für und mit Ihnen interpretieren.

Wir würden uns freuen, Sie auch dieses Mal wieder zahlreich begrüßen zu können.

Mit besten Grüßen
Ihr Präsidium der FGPh

Vortrag von Dr. Lars-Thad Ulrichs am Mittwoch 30.5.18 um 18 Uhr, U2/00.25

Liebe Freunde und Mitglieder der FGPh,

am kommenden Mittwoch um 18 Uhr c.t. wird Dr. Lars-Thade Ulrichs (Bochum) mit einem Vortrag zum Thema Zwischen Subjektgenese und Identitätsbildung. Philosophie und Literatur um 1800 unsere Ringvorlesung „Philosophie und Literatur“ fortführen.

Das ideengeschichtliche Profil der Epoche um 1800 wird maßgeblich von der Konkurrenz zwischen Philosophie und Literatur geprägt. Diese Konkurrenz erhält einen besonders signifikanten Ausdruck dort, wo es um die Frage nach der Konstitution des Subjekts unter dem Aspekt seiner Geschichtlichkeit geht. Der Vergleich der genetischen Subjektivitätstheorie der nachkantischen Philosophie mit dem zeitgenössischen Bildungs- und Identitätsroman unter dem Aspekt ihres jeweiligen Geltungsanspruchs zeigt, dass sich hier grundsätzlich ein transzendentales Modell der Konstitution von Subjektivität (Ichkonstitution) und eine konkrete, wenn auch fiktionale Darstellung der Bildung einer personalen Identität (Selbstkonstitution) gegenüberstehen. Allerdings dringen die beiden Diskursformen fortwährend in die Domäne der jeweils anderen ein. Die Konfrontation von genetischer Subjektivitätstheorie und Bildungsroman dient somit dazu, sowohl die systematischen Defizite der Subjektivitätsmodelle der klassischen deutschen Philosophie als auch die Grenzen des Konzepts der Transzendentalpoesie aufzuzeigen, ohne dass sich damit die gesamte Konkurrenz von Philosophie und Literatur um 1800 als ein Missverständnis erweist.

Wir würden uns freuen, Sie wieder zahlreich begrüßen zu können.
Mit besten Grüßen
Ihr Präsidium der FGPh